Tag 3 - Sonntag, 6.8.
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Da ist sie schon wieder, Ge 4/4 ''' 647, hier im Bahnhof von Filisur. Hinter ihrem Schnellzug nach Chur hängt noch eine Garnitur neuer Glacier Express-Wagen. Unsere Tour sollte an diesem Tag allerdings eine andere Richtung einschlagen...

...nämlich in Richtung Süden über den Berninapass nach Tirano. Über Samedan und Pontresina ging es auf der Berninabahn, wo wir am Schluss unseres Zuges in offene Aussichtswagen stiegen. Es war zwar etwas frisch, bot dafür aber ein umso intensiveres Erlebnis und mehr Fotomöglichkeiten.
Erste Besonderheit, die uns begegnete war dann wenige km nach Start eine Garnitur mit den historischen Berninatriebwagen vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Da die Berninabahn mit einer anderen Spannung betrieben wird als der Rest des RhB-Netzes, sind hier spezielle Triebwagen im Einsatz.

Achim rang den harten Wetterbedingungen auf dem Berninapass nur ein herzhaftes Lachen ab...
...doch anscheinend beeindruckte es ihn doch auch mit der Zeit ;-)
Der höchste Punkt der Strecke befindet sich in Ospizio Bernina am Lago Bianco, dem weißen See. Er ist der höchste Stausee der Alpen und hat als Besonderheit zwei Staumauern, da er auf der europäischen Wasserscheide verläuft. Doch interessanter zu betrachten sind sicherlich die zahlreichen Tafeln, Boxen und Uhren sowie die Leutewerke am Stationsgebäude von Ospizio Bernina.
Hinter Ospizio Bernina folgt Alp Grüm, anschließend windet sich die Strecke mit mehreren Serpentinen den Hang hinab. Dort bieten sich zahlreiche Blicke auf den gegenüberliegenden Palü-Gletscher, der hier im Bild etwas überstrahlt ist, zusammen mit der Natur drumherum. Unten im Bild zu sehen ist noch ein Kraftwerk, welches den Strom für die Berninalinie liefert.
Runde 1000 Höhenmeter sind es von Alp Grüm bis nach Poschiavo, welches nicht weit vom im Bild zu sehenden See liegt. Auch danach muss die Bahn noch etliche Höhenmeter überwinden, bis sie schließlich im italienischen Tirano ankommt.
Solche krassen Höhenunterschiede bleiben natürlich auch für den Mensch nicht ohne Folgen, darum muss erstmal Druck ausgeglichen werden ;-)
Nun sind wir schon am Südufer des oben zu sehenden Sees angekommen, hinter uns gelassen haben wir den Berninapass, welcher sich als mächtiger Riegel zwischen die menschlichen Siedlungen nördlich und südlich seinerseits schiebt.
In Tirano angekommen empfingen uns dann angenehme Sommertemperaturen, die uns auch zu einem Besuch im Eiscafé veranlassten. Ein Gruppenbild musste natürlich auch endlich sein, hier am Bahnhof der Rhätischen Bahn vor einem der offenen Aussichtswagen.
Schon wieder auf dem Rückweg befinden wir uns mit diesem Bild: Wie auch die Straße, windet sich die Bahn in zahlreichen Kurven den Berg empor. Während auf diesem Bild die Auto- und Motorradfahrer noch die Nase vorn haben...
...wurden sie ein paar Kilometer weiter schon wieder von uns ausgebremst ;-)
Einen offenen Aussichtswagen gab es auf der Rückfahrt nicht, doch lassen sich die Fenster der meisten RhB-Personenwagen noch öffnen. So ist das Vergnügen nur minimal gebremster, was dann auch noch durch Sonnenschein auf der Passhöhe wettgemacht wird. Hier wieder am Lago Bianco nicht weit von der Station Ospizio Bernina.
In zahlreichen Steigungen und Gefällen mit noch mehr Kurven sowie Galerien überwindet die Bahn den über 2000 m hohen Berninapass.

Nach dem Berninapass ging´s noch nach St. Moritz, wo jedoch lange Fußmärsche durch Tiefgaragen, über Rolltreppen und durch tiefe Häuserschluchten mehr abschreckten als einluden...
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