Tag 4 - Montag, 7.8.
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Doch der nächste Tag brachte zum Glück wieder etwas mehr Harmonie und Frohsinn in die Gruppe, dem weiterhin miesen Wetter zum Trotz.

Es ging von Filisur weiter gen Westen. Während Achim und Flo mit dem Wohnmobil unterwegs waren, benutzten Hannes und Felix den Zug für ihre Fahrt. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht das beste, doch gab es wieder allerhand interessantes zu sehen. Auf diesem Bild z.B. die Zustellung von 2 Silowagen auf Rollwagen in Reichenau-Thamins mit einem der kleinen, zweiachsigen Rangiertraktoren der RhB.

Auch bei nebelverhangenem Wetter zeigt sich die Ruinaulta, die Rheinschlucht von ihrer schönen Seite. Der noch junge Rhein bahnt sich seinen Weg durch Stein und Geröll und hat auch die schroffen Felsformationen im Hintergrund hinterlassen, die man so nur vom Zug oder Kajak aus sehen kann oder man begibt sich auf Schusters Rappen.
Von oben betrachtet bietet sich allerdings ein nicht weniger spektakulärer Blick auf die steil abfallenden Hänge der Schlucht.
Eine ganz eigene Stimmung hatte die Fahrt mit dem Zug nach Disentis, hier eine Alm mit mehreren Scheunen am steilen Hang.

Durch etliche Kurven und über mehrere Brücken ging es dann auf Disentis zu.
Dort vereinigten wir uns dann wieder und konnten oberhalb von Disentis dann unsere erste Zahnstangenlok der Reise ablichten, sogar in Form der GEX-Jubiläumslok der Matterhord-Gotthard-Bahn, kurz MGB. Hier ist ein Zug die letzten Meter hinab nach Disentis, wo es dann stangenlos Richtung Chur weitergeht.

Nächste Station des Tages war dann Sedrun, hier durchfährt gerade ein Postauto auf der Hauptstraße den Ort. Ziel unseres Besuches war allerdings das Infozentrum der AlpTransit Gotthard zum Gotthard-Basistunnel.
Doch bevor das Infozentrum seine Pforten wieder öffnete, bot es sich an, sich noch etwas den kleinen Ort näher zu betrachten, der so manch idyllische Ecke bietet.
Auf Rätoromanisch wird man am Infozentrum begrüßt, in der Schweiz auch offizielle Amtssprache.

Im Inneren des Infozentrums veranschaulichen mehrere Modelle die Vorteile der NEAT (Neue Eisenbahn-Alpentransversale) sowie den aktuellen Baufortschritt im Basistunnel.

In einem Film werden die Arbeiten und Ziele der NEAT ebenfalls veranschaulicht.

It´s cool, man! Kuh, Achim und Wohmobil auf 2046 m Höhe auf dem Oberalppass.
Hier zeigte sich die Sonne von ihrer schönen Seite und spendierte auch den Blumen auf der Passhöhe etwas Licht.
Passenderweise kam während unseres Aufenthalts auch gerade ein Regionalzug der MGB nach Disentis. Gerade hat er eine Lawinenschutzgallerie verlassen und fährt nun am Ufer des Oberalpsees in die Station Oberalp Passhöhe ein.
Aufgrund der eher feuchten Witterung in unserem eigentlichen Tagesziel Andermatt disponierten wir um und entschieden uns für wärmere Nächte im Süden des Gotthards, im Tessin. Vorher galt es jedoch noch den Gotthardpass zu queren, hier begegnet uns gerade wieder ein Postauto.
Nicht weit von unserem Campingplatz im kleinen Ort Chiggiogna verlief die Südrampe der Gotthardbahn vorbei. Hier erklimmt ein Containerzug, bespannt mit einer typischen Re 10/10, gerade noch im Abendlicht den Berg.

Wieder bis tief in die Nacht wurde gesichtet und bearbeitet, was das Zeugs hielt. Der Streckenblick auf die Südrampe brachte uns zu später Stunde dann auch nicht mehr allzu viel, denn Güterzüge sind eher schwach beleuchtet ;-)
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